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Gesundheitsförderung für pflegende Familienangehörige |
HANDBUCH FÜR GRUPPENLEITER
Dieses europäische Projekt wurde unter der Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Klaus Klein (Projektmanagement), Forschungsstelle für Gesundheitserziehung der Universität zu Köln, ins Leben gerufen und von der Europäischen Kommission in Luxemburg finanziell unterstützt. Die Liste der 14 europäischen Partner befindet sich auf http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Klein/index.htm.
Das primäre Ziel dieses Projektes war die Entwicklung eines Traininghandbuches für Gruppenleiter von Gruppen für pflegende Familienangehörige von Menschen, die an der Alzheimer Krankheit oder verwandten mentalen Störungen leiden.
Die speziellen Bedürfnisse und Belastungen im psychosozialen Bereich der pflegenden Familienangehörigen wurden europaweit ermittelt, sowie der Bedarf an Unterstützung erfaßt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung lieferten die Vorgabe für Struktur und Inhalt des Handbuches. Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Begleitblatt zur CD-ROM. Die CD-ROM beinhaltet das gesamte Trainingspaket in elf Sprachen und zusätzlich ein Arbeitsbuch für pflegende Angehörige (nur englisch).
Darüber hinaus ist das Programm in elf Sprachen unter http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Klein/f_de_01.htm abrufbar.
Wer dies nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit einen Ausdruck des Trainingspaketes zum Selbstkostenpreis von DM 30,- inkl. Versand zu beziehen (siehe unten).
Wir sind der Meinung, daß durch den Einsatz eines an den Bedürfnissen der pflegenden Angehörigen orientierten Trainingsprogramms langfristig eine gesundheitsförderliche Lebenssituation für die Angehörigen erreicht werden kann. Ein positiver Einfluß auf die Lebenssituation der an der Alzheimer Krankheit leidenden Personen darf angenommen werden.
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Univ.-Prof. K. Klein |
Christine Max |
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Projekt Management |
Projekt Koordination |
Informationen und Bestellungen unter folgender Adresse:
Universität zu Köln, Erziehungswissenschafliche Fakultät,
Forschungsstelle fiir Gesundheitserziehung
Univ.-Prof. K. Klein
z.Hd. Fr. Christine Max
Gronewaldstr. 2, D - 50931 Köln
Fax: +49 221470 5174,
E-mail: klein@ew.uni-koeln.de
Gesundheitsförderung für pflegende Familienangehörige von Menschen, die an der Alzheimer-Krankheit oder verwandten mentalen Störungen leiden
Handbuch für Gruppenleiter
Grundlegende Zielsetzung des Handbuches
Das vorliegende Handbuch ist vorrangig für Leiter von unterstützenden Gruppen für pflegende Familienangehörige und andere Pflegepersonen von Menschen, die an der Alzheimer-Krankheit und verwandten mentalen Störungen leiden, konzipiert worden. Dieses Handbuch (oder Trainingspaket) bietet eine Auswahl von Übungen und Materialien für Gruppenleiter an, aus der die Gruppenleiter Teile entsprechend ihren speziellen Zielsetzungen, Bedürfnissen und Fähigkeiten auswählen können. Die Übungen sind gedacht für Gruppenleiter mit verschiedenen Erfahrungsebenen und berücksichtigen die unterschiedlichen Stadien der Alzheimer-Krankheit.
Das Handbuch ist aus sieben detaillierten Modulen zusammengesetzt, die folgende Bereiche abdecken:
Module:
1. Allgemeine Empfehlungen für Gruppenleiter
dazu, wie eine Gruppe von Pflegepersonen aufgebaut und betreut wird
2. Informationen zu:
- Demenz,
- rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten,
- Thema Altwerden...
3. Unterstützung
- Inanspruchnahme von Pflegediensten,
- soziale Unterstützung ...
4. Veränderungen in der an einer Demenz leidenden Person in den Bereichen Wahrnehmung, Gefühle und Verhalten:
- Umgang mit dem Verlust des Erinnerungsvermögens,
- den Veränderungen in Kornmunikation und Konzentration;
- Umgang mit Angst/Furcht, Depression oder Apathie;
- Umgang mit aggressivem oder aufgeregtem Verhalten,
- Schlafstörungen,
- Halluzinationen und Wahnvorstellungen,
- unangemessenem Sexualverhalten,
- Herumwandern und Ruhelosigkeit...
5. Gesteigerte Abhängigkeit der an einer Demenz leidenden Person:
- Fertigkeiten für die Pflege zu Hause,
- Aktivitäten des täglichen Lebens,
- Sicherheitsthemen,
- Stürze,
- Inkontinenz...
6. Einfluss der Krankheit auf die Pflegeperson:
- Angst,
- Verlust von Hoffnung,
- Depression, Einsamkeit und Isolation,
- Tod/Verlust,
- Nervosität,
- Schuldgefühle,
- positive Aspekte der Pflege...
7. Selbst-Pflege:
- Streßbewältigung,
- Entspannung,
- Zeit für sich selber nehmen,
- Freizeit,
- Pläne für die Zukunft machen...
Aufbau der Module
I. Inhalt
Beschreibung der Themen, die in diesem Modul behandelt werden
II. ZieleI/Lernziele,
z.B. Wissen zu vertiefen, Bewußtsein für und Einsicht in zukünftige Probleme, praktische Fertigkeiten zu
verbessern...
III. Struktur des Moduls
Wie das Modul im Rahmen einer unterstützenden Gruppe für Pflegepersonen benutzt werden kann.
IV. Hintergrundinformationen
geben einen kurzen Überblick über die Konsequenzen des behandelten Themas für die Pflegepersonen
und enthalten eine weiterführende Literaturliste. Nachfolgende Punkte werden behandelt:
Praktische, emotionale und soziale Konsequenzen des Themas:
Zu jedem Thema werden die praktischen, emotionalen und sozialen Konsequenzen sowohl für die Pflegeperson als
auch für die an einer Demenz leidende Person behandelt.
Dies ist in Form eines Merkblattes für die Pflegepersonen und in Form von Hintergrundinformationen
für den Gruppenleiter dargestellt.
Didaktische und methodische Informationen zu den Aktivitäten:
Vorschläge für Gruppenleiter versehen die Verfasser mit didaktischen Hinweisen zu den Aktivitäten des
Moduls, möglichen Schwierigkeiten und dem Grad an Erfahrung, den sie oder er haben sollte, mit diesem Thema
umzugehen.
V. Übungen/Aktivitäten
Eine Auswahl verschiedener Übungen/Aktivitäten mit detaillierten Anweisungen wird angeboten.
Die Übungen/Aktivitäten basieren auf nachfolgendem Aufbau:
Die Module konzentrieren sich auf Übungen mit einer kurzen Einführung von Hintergrundinformationen für Gruppenleiter und Hinweisen auf anderes Material.
Die Übungen berücksichtigen, daß Gruppenleiter mit unterschiedlichen Fertigkeiten oder Fähigkeiten das Handbuch benutzen werden. Wir denken, daß ein Gruppenleiter Erfahrung in der Unterrichtung Erwachsener haben sollte und über Kenntnisse in den Bereichen Demenz/Alzheimer-Krankheit verfügen sollte.